FO.KU.S Archiv 2015

XENIA HAUSNER. SOME HOPE.
19. November 2015 - 23. Jänner 2016
Bild: Xenia Hauser. Hot Wire  - Unter Strom 2012Xenia Hausner ist Malerin, aber Fotografie ist ein wesentlicher Teil ihrer Bildfindung. Mit Kamera und Pinsel konstruiert und komponiert sie ihre Bildwelten. Großformatige, figurative Malereien, ausdrucksstarke Arbeiten mit intensiver Farbgebung entführen in die geheimnisvolle, dramatische Welt zwischenmenschlicher Beziehungen. Es sind fast ausschließlich Frauen, die sich ausdrucksstark auf der Bühne bewegen, in vieldeutigen Szenen, die Hausner in einem scheinbar flüchtigen Moment malerisch zum Bild werden lässt.
MICHAEL KENNA - SILENT WORLD
10. September - 7. November 2015
Bild: Michael Kenna Lijiang River Study 4 Guilin ChinaFotografien wie Haikus. Die Ausstellung SILENT WORLD war eine Weltreise, die von Europa vor allem nach Indien, China und Japan führt. Das Prozesshafte der analogen Aufnahme, das langsame Einschreiben des Lichts auf dem Trägermaterial, korrespondieren stark mit dem persönlichen Erleben der Orte, die Michael Kenna fotografiert: Spirituell aufgeladene, aber auch industriell und kulturell codierte Architekturen und Landschaften, in denen der flüchtige Augenblick keine Rolle spielt. Natur und menschliche Strukturen entfalten hier oft seit Jahrhunderten einen eigenen, besonderen Dialog, dem der Fotograf nachspürt. 

 

ANDERS LEBEN - LUXUS DER EINFACHHEIT
20. Mai  - 25. Juli 2015

Bild: ©Lucas Foglia. Aus: A Natural Order. Homeschooling Chalkboard, Tennessee 2008

 

Die Möglichkeiten des Einzelnen, sein Leben selbst zu gestalten, waren noch nie so vielfältig wie heute. Andererseits wird der moderne Mensch häufig dazu gedrängt, möglichst flexibel, effizient, innovativ zu sein und zu handeln. Die Ausstellung versammelt zeitgenössische Fotoarbeiten, die sich mit alternativen wert-, sinn-, glückversprechenden Lebensentwürfen auseinandersetzen, vom völligen Rückzug aus der Gesellschaft in die Einsamkeit, bis zum Leben im Kloster oder in einer Gemeinschaft spirituell oder politisch bis hin zu Visionären einer besseren Welt.

Die Arbeiten international renommierter KünstlerInnen thematisieren vielfältig Beweggründe und Formen des Rückzugs aus der Mainstreamgesellschaft.

 

EDWARD BURTNSKY - WATER AND MORE
04. März  - 09. Mai 2015

Bild: @ Edward Burtynsky Colorado River Delta #‚2, 2012

Für sein aktuelles Projekt, WATER, reiste der kanadische Fotograf Edward Burtynsky sieben Jahre lang weltweit durch zehn Länder. Wie Wasser kontrolliert, genutzt und verschmutzt wird, macht Burtynsky auf faszinierende Weise, meist aus der Luft, sichtbar.

In seinen großformatigen Landschaftsaufnahmen verzichtet er auf Belehrung. Stattdessen setzt er auf die Genauigkeit und Schonungslosigkeit des fotografischen Blicks. Wie ein Forscher protokolliert Burtynsky kühl, in sorgfältig austarierten Kompositionen manipulierte Landschaften, kollabierende Umwelt. Burtynskys Fotografien sind ein fesselndes globales Porträt der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Beziehung des Menschen zur Natur und der wichtigsten Ressource, dem Wasser.

 

NILBAR GÜRES
26. Nov. 2014 - 24. Jän. 2015

Bild: @ Nilbar Güres, OVERHEAD, TrabZONE SERIES, 2010

Nilbar Güres (1977 in Istanbul geboren), thematisiert in ihren subtilen Collagen, großformatigen Fotografien und  Videos weibliche Rollenklischees, die Gewalt einer patriarchalischen Gesellschaft, aber auch Diskriminierungen u.a. in ihrer kurdischen Heimat.

Sie hinterfragt den eng gesteckten, klar definierten gesellschaftlichen Rahmen für Frauen und thematisiert geschlechtliche und kulturelle Identitäten. Scheinbar alltägliche Ereignisse werden filmischen Standbildern ähnlich inszeniert. Die provokant eingesetzten Gesten und deren Bedeutung werden allerdings erst über die Kenntnis des kulturellen Hintergrundes sichtbar. Mit klugem Humor greift sie teils spielerische, poetische oder ironische Bildelemente auf, kombiniert und irritiert das visuelle Vokabular, um uns dann in eine sehr nachdenklich stimmende Wirklichkeit zu führen.