FO.KU.S Archiv 2007

Jitka Hanzlová
Zeitlos
13.09. - 03.11.2007

Bildnachweis: Rokytnik, street rain, 1995

Jitka Hanzlová , geboren 1958 in der Tschechoslowakei, arbeitet ganz entgegen dem aktuellen Stil, mit großer Ruhe an 'Porträts': Porträts von Menschen, von Landschaften, von den Jahreszeiten. Mit Behutsamkeit und Leichtigkeit nähert sie sich ihrem Motiv und zeigt es einfach: in seiner Existenz, seiner Würde. Dabei trägt eine zarte, fast fragile Farbigkeit wesentlich zur Atmosphäre ihrer Bilder bei. Die Werkserie "Rokytník" ist ein zärtlicher Blick auf das Dorf ihrer Kindheit in Nordböhmen, in das sie erst in den 90er Jahren nach ihrer Flucht in den Westen zurückkehren konnte.

Industrielle Bildwelten
Tiroler Industrie in zeitgenössischer Fotografie.
24.5. - 16.8.2007
Bildnachweis: Florian Schwinge

Eine Ausstellung zum 60-jährigen Gründungsjubiläum der Industriellenvereinigung Tirol. Mona Breede, Miklos Gaál & Otto Karvonen, Robin Merkisch, Walter Niedermayr, Timm Rautert, Florian Schwinge. Moderne Industrie scheint sich heute einem einfachen Verständnis immer mehr zu entziehen. Hochtechnisierte Produktionsvorgänge, veränderte, nahezu entmaterialisierte Arbeitsprozesse erschweren deren bildliche Darstellung.

Diesem Phänomen geht die Ausstellung am Beispiel der Tiroler Industrie nach. Im Auftrag der Industriellenvereinigung Tirol recherchierten sieben internationale Fotografinnen und Fotografen in verschiedensten Betreiben in Tirol und setzten ihre Sicht der Tiroler Industrie ins Bild. Ihre Ergebnisse gewähren konkrete Einblicke in die Tiroler Industrie und bescheinigen deren facettenreiche Existenz. Sie stellen jedoch auch die Frage, inwieweit die Fotografie überhaupt einen Beitrag zu einer tief greifenden Erkenntnis der komplexen Welt Industrie leisten kann. Kuratorin, Susanne Witzgall

Wahre Bilder
Positionen internationaler Foto- und Medienkunst aus der Sammlung MUMOK, Wien
22.11.2006 - 3.2.2007

Foto: Lisl Ponger

Josef Dabernig, Shadi Ghadirian, John Hillard, Gülsün Karamustafa, David Lamelas, René Margritte, Rashid Masharawi, Tracey Moffatt, Lisl Ponger, Stefan Reusse, Cindy Sherman, Quinsong Wang, Erich Wurm, Jeff Wall

In einem opulenten Bilderbogen präsentiert sich in den Werken inszenierter Fotografie die Welt als Bühne und Kulisse: Es ist ein präzises Spiel mit zunächst vertrauten Bildern, das jede schlüssige Erzählung verweigert, das Erzählen als inszenatorischen Akt bewusst macht.

Der Einfluss von medial inszenierten Wirklichkeiten in Filmen, Werbung auf die Wahrnehmung ist von grundlegender Bedeutung für die Arbeiten, die unterschiedliche Lebenswelten modellhaft wiedergeben. Die Kamera wird zur Komplizin inszenierter Täuschungen, wobei in den Bildern wiederum eine unübersehbare Fülle von Realitätsbezügen sichtbar wird.

Der Traum vom Ich.
Der Traum von der Welt.
9.3.2006 - 5.5.2007


Foto: Annika von Hauswolff

Fotografien aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur, Schweiz.
Dennis Adams, Katrin Freisager, Lee Friedlander, Nan Goldin, Annika von Hauswolff, Zbigniew Libera, Claudio Moser, Gilles Peress, Anders Petersen, Thomas Ruff, Bruno Serralongue, Joel Sternfeld

Fotografie beschäftigt sich seit den 1960er Jahren mit der Suche nach einer „wahren“ oder selbst definierten Identität. Der Traum vom stellt die Fragen: Wer bin ich? Wer bestimmt mich? Wie frei bin ich? Wie finde ich zu mir selbst?

Der Traum von der Welt ringt mit dem Plural dieser Fragen, fragt nach der Suche von sozialer Identität. Öfters als das Individuum sucht sich die Gruppe in Abgrenzung ihren Weg. Was als Befreiung beginnt, endet dann meist in Gewalt. Eine Auswahl aus der Sammlung des Fotomuseums Winterthur mit Werken von Nan Goldin, Thomas Ruff oder Joel Sternfeld u.a. geht diesen Fragen nach. Diesen Frageteppich verankern Bilder von gesellschaftlichen Kräften – von Druck, von Gewalt, von Zwang und seinen Gegenkräften. Es sind beunruhigende Blicke auf die Gesellschaft, im Privaten, wie im Öffentlichen in fotografischen Bildern, in der Vielfalt neuer fotografischer Erzählweisen.